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Lego integriert Chips in Bausteine – Smart Play revolutioniert Spielzeug

Mit leuchtenden „Smart Bricks" in Star-Wars-Sets läutet Lego das größte Upgrade seit der Einführung der Minifiguren 1978 ein.

Lego integriert Chips in Bausteine – Smart Play revolutioniert Spielzeug

Lego bringt Technologie in seine ikonischen Bausteine: Der dänische Spielwarenhersteller hat im März das neue „Smart Play"-System eingeführt, das sogenannte „Smart Bricks" mit eingebetteten Chips enthält. Die Bausteine leuchten auf und erzeugen Geräusche – etwa das Rauschen von Raumschiffmotoren oder den Klang von Laserschüssen. Lego feiert dies als das bedeutendste Upgrade seines „System of Play" seit 1978.

Damals war es die Einführung der Minifiguren, die das Spielerlebnis grundlegend veränderte. Tom Donaldson, Senior Vice President bei Lego, beschreibt die kleinen Figuren als jene Innovation, die „die Tür zum Rollenspiel öffneten". Nun soll Smart Play eine ähnlich wegweisende Rolle übernehmen – diesmal mit digitaler Technologie direkt im Stein.

Star Wars als erstes Testfeld

Die ersten Produkte der neuen Linie sind zwei „Lego Smart Play Star Wars"-Sets: Lukes X-Wing und Darth Vaders TIE Fighter. Beide Sets nutzen die neuen Smart Bricks, die über Nacht aufgeladen werden müssen und anschließend interaktive Licht- und Soundeffekte liefern. Die Sets richten sich erkennbar an Fans des Franchise – und an Kinder, die mit klassischen Bausteinen allein nicht mehr ausreichend begeistert werden können.

Der Schritt von Lego kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Spielzeughersteller weltweit unter dem Druck stehen, mit digitalen Unterhaltungsangeboten zu konkurrieren. Smartphones, Tablets und Videospiele beanspruchen die Aufmerksamkeit von Kindern in einem Ausmaß, das analoge Spielzeuge vor große Herausforderungen stellt. Lego reagiert darauf nicht mit einer App oder einem Bildschirm, sondern mit Technologie im Baustein selbst.

Chips überall – auch im Spielzeug

Die Durchdringung von Alltagsgegenständen mit Chips und Sensoren ist längst kein Nischenphänomen mehr. Smartphones, Fahrzeug-Armaturenbretter, Sportbälle bei der FIFA-Weltmeisterschaft und sogar Toaster sind heute mit intelligenter Elektronik ausgestattet. Lego reiht sich mit Smart Play in diese Entwicklung ein – und versucht dabei, den physischen Charakter des Bauens zu bewahren.

Für Eltern und Kinder, die Lego lieben, stellt Smart Play eine interessante Brücke dar: Das haptische Erlebnis des Zusammenbauens bleibt erhalten, wird aber durch digitale Effekte ergänzt. Ob das Konzept langfristig überzeugt, wird sich zeigen – doch der erste Eindruck bei jungen Fans scheint vielversprechend zu sein. Lego selbst sieht in Smart Play jedenfalls einen Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens.

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