VW und Horizon Robotics treiben autonomes Fahren in China voran
Volkswagen setzt auf Fahrerassistenzsysteme bis Level 3 – erste Modelle sollen ab zweiter Jahreshälfte 2027 ausgeliefert werden.

Volkswagen verstärkt seine Technologieoffensive im chinesischen Automobilmarkt. Gemeinsam mit dem Partner Horizon Robotics treibt der deutsche Automobilhersteller die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen und autonomen Fahrtechnologien gezielt voran. Ziel ist es, im intensiven Wettbewerb auf dem weltgrößten Automarkt besser bestehen zu können.
Wie Volkswagen in einer offiziellen Mitteilung bekanntgab, sollen ab der zweiten Jahreshälfte 2027 Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen der Stufe 3 – sogenanntem Level 3 – ausgeliefert werden. Level-3-Systeme ermöglichen es dem Fahrzeug, unter bestimmten Bedingungen vollständig autonom zu agieren, wobei der Fahrer die Kontrolle bei Bedarf wieder übernehmen muss. Dies ist ein bedeutender Schritt gegenüber den heute weit verbreiteten Level-2-Systemen, bei denen der Fahrer stets aufmerksam bleiben muss.
Erste Level-2-Modelle bereits in der Produktion
Parallel dazu befinden sich Fahrzeuge mit Level-2-Fahrerassistenzsystemen bereits in der Produktion. Diese sollen noch im dritten Quartal auf Chinas Straßen rollen und damit den Einstieg in die neue Technologiestrategie markieren. Level-2-Systeme übernehmen Aufgaben wie Spurhalten und Abstandsregelung, erfordern jedoch weiterhin die ständige Aufmerksamkeit des Fahrers.
Der Zeitplan von Volkswagen ist dabei eng mit den regulatorischen Entwicklungen in China abgestimmt. Das Land plant, im kommenden Jahr höhere Autonomiestufen für Pkw im Massenmarkt einzuführen. China gilt weltweit als einer der ambitioniertesten Märkte beim Thema autonomes Fahren – sowohl was die staatliche Förderung als auch die Nachfrage der Verbraucher betrifft.
Strategische Partnerschaft mit Horizon Robotics
Der Kooperationspartner Horizon Robotics ist ein chinesisches Technologieunternehmen, das sich auf KI-Chips und Software für autonomes Fahren spezialisiert hat. Die Zusammenarbeit mit einem lokalen Technologiepartner ist für Volkswagen strategisch bedeutsam, da chinesische Hersteller wie BYD, NIO oder Xpeng in der Entwicklung von Fahrassistenzsystemen zuletzt erheblich aufgeholt haben und heimische Technologieökosysteme nutzen.
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Zur AktienanalyseFür Volkswagen steht in China besonders viel auf dem Spiel. Der chinesische Markt ist seit Jahren einer der wichtigsten Absatzmärkte des Wolfsburger Konzerns. Angesichts des wachsenden Drucks durch einheimische Elektro- und Technologiekonkurrenten ist die Investition in autonome Fahrtechnologien ein zentraler Baustein der Zukunftsstrategie des Unternehmens.
Mit der geplanten Einführung von Level-3-Fahrzeugen bis 2027 positioniert sich Volkswagen als ernsthafter Wettbewerber im Bereich des automatisierten Fahrens – einem Segment, das in China zunehmend zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal im Massenmarkt wird.


