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Oatly-Aktie springt 14,5 Prozent nach starkem Q2-Bericht

Starke Quartalszahlen und eine kräftig angehobene Jahresprognose katapultieren die Oatly-Aktie zweistellig nach oben.

Oatly-Aktie springt 14,5 Prozent nach starkem Q2-Bericht

Die Aktie des schwedischen Hafermilch-Herstellers Oatly legte im frühen Handel um 14,5 Prozent zu, nachdem das Unternehmen vor Börsenöffnung einen überzeugenden Ergebnisbericht für das zweite Quartal 2026 vorgelegt hatte. Sowohl der Umsatz als auch zentrale Rentabilitätskennzahlen übertrafen die Erwartungen der Wall Street deutlich. Die Aktie kletterte von einem vorherigen Schlusskurs von 9,05 US-Dollar auf ein Intraday-Hoch von 10,50 US-Dollar.

Der Quartalsumsatz erreichte 240,1 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung der Analysten von rund 220,1 Millionen US-Dollar erheblich. Auch beim bereinigten Verlust je ADS (American Depositary Share) schnitt Oatly besser ab als erwartet: Der Verlust von 0,99 US-Dollar fiel geringer aus als der prognostizierte Verlust von 1,02 US-Dollar.

Erstes positives bereinigtes EBITDA als Meilenstein

Besonders bedeutsam für Investoren war die Meldung eines positiven bereinigten EBITDAs für das Quartal. Dieses Ergebnis gilt als wichtiger Meilenstein und unterstreicht die Wirksamkeit der laufenden Kostendisziplin sowie der auf Getränke fokussierten Unternehmensstrategie. Für ein Unternehmen, das lange Zeit mit Verlusten kämpfte und nahe seiner Mehrjahrestiefs gehandelt wurde, ist dies ein klares Signal der operativen Verbesserung.

Auch die Bruttomarge entwickelte sich positiv: Sie verbesserte sich auf 33,9 Prozent, was einem Zuwachs von 140 Basispunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser Anstieg spiegelt den verbesserten operativen Leverage des Unternehmens wider und zeigt, dass Oatly seine Kostenstruktur zunehmend in den Griff bekommt.

Jahresprognose deutlich angehoben

Ebenso wichtig für die starke Marktreaktion war die Entscheidung von Oatly, die Umsatzwachstumsprognose für das Gesamtjahr erheblich anzuheben. Das Unternehmen erhöhte seine Prognose auf währungsbereinigter Basis auf eine Spanne von 8 bis 10 Prozent – nach einer vorherigen Prognose von lediglich 3 bis 5 Prozent. Diese deutliche Anhebung signalisiert, dass das Management zuversichtlich in die weitere Geschäftsentwicklung blickt.

Die Investmentbank Barclays bestätigte ihre Einstufung „Overweight" für die Oatly-Aktie und behielt ein Kursziel von 12 US-Dollar bei. Damit lieferte die Bank eine zusätzliche institutionelle Bestätigung für den Aufwärtstrend des Unternehmens, auch wenn das Ziel leicht von zuvor 14 US-Dollar gesenkt wurde.

Bemerkenswert ist zudem, dass die Kursrally fast ausschließlich auf unternehmensspezifischen Nachrichten basierte. Der breitere Markt bot an diesem Tag kaum Rückenwind: Der S&P 500 notierte etwas schwächer, und auch der Nasdaq gab nach. Wettbewerber im Bereich pflanzlicher Lebensmittel zeigten eine uneinheitliche Tendenz – einige verzeichneten leichte Gewinne, erreichten jedoch bei weitem nicht das Ausmaß der Oatly-Bewegung.

Insgesamt schuf die Kombination aus einem Umsatz weit über dem Konsens, einer kräftigen Anhebung der Jahresprognose und dem ersten positiven bereinigten EBITDA-Ergebnis einen starken Katalysator für eine Neubewertung der Aktie. Für deutsche Privatanleger, die den Markt für pflanzliche Lebensmittel beobachten, zeigt das Beispiel Oatly, wie entscheidend operative Fortschritte und Prognoseerhöhungen für eine Kurserholung sein können – selbst wenn ein Unternehmen noch keine Gewinne schreibt.

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