Vanguard Small-Cap Growth ETF schlägt den S&P 500 mit minimalen Kosten
Der VBK übertrifft 2026 den S&P 500 deutlich – mit breiter Streuung, 544 Aktien und einer Kostenquote von nur 0,05 Prozent.

Small-Cap-Aktien erleben 2026 eine bemerkenswerte Rallye. Die beiden größten börsengehandelten Indexfonds (ETFs) in dieser Kategorie sind seit Jahresbeginn um durchschnittlich 21,4 Prozent gestiegen – und übertreffen damit die Gewinne des S&P 500 von 9,5 Prozent deutlich. Mittendrin: der Vanguard Small-Cap Growth ETF (VBK), der trotz seiner starken Performance erstaunlich wenig Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Dabei ist der VBK kein unbeschriebenes Blatt. Der Fonds ist mehr als 22 Jahre alt und verwaltet ein Vermögen von 23,8 Milliarden US-Dollar. Damit zählt er zu den sechs größten Small-Cap-ETFs überhaupt. Für einen Wachstums-ETF, der in einem starken Small-Cap-Jahr solide Ergebnisse liefert, ist die vergleichsweise geringe öffentliche Aufmerksamkeit durchaus überraschend.
VBK macht es Anlegern leicht
Ein zentrales Argument für Small-Cap-Aktien ist ihr höheres Wachstumspotenzial im Vergleich zu typischen Large-Cap-Werten. Kleinere Wachstumsunternehmen können dieses Versprechen noch verstärken – doch die Einzeltitelauswahl in diesem Segment ist ausgesprochen schwierig. Analysten großer Investmenthäuser decken Small-Cap-Aktien kaum ab: Schätzungen zufolge werden mehr als die Hälfte der in den USA gehandelten Small- und Mid-Cap-Aktien von keinem einzigen Sell-Side-Analysten beobachtet. Zum Vergleich: Nvidia allein wird von 61 Analysten verfolgt.
Genau hier liegt ein wesentlicher Vorteil des VBK. Der Fonds hält 544 Aktien und nimmt Anlegern damit die Last der aufwendigen Einzeltitelauswahl ab. Gleichzeitig profitieren Investoren von der kombinierten Dynamik aus Wachstum und Small Caps – ohne selbst stundenlang Unternehmensberichte wälzen zu müssen.
Die breite Streuung des ETFs ist auch aus einem anderen Grund bedeutsam. Small-Cap-Investments bieten zwar attraktive Chancen – darunter potenziell hohe Wachstumsraten, Zugang zu innovativen Unternehmen und die Möglichkeit, verborgene Schätze zu entdecken. Doch sie sind auch mit erhöhter Volatilität, eingeschränkter Liquidität und dem Risiko verbunden, dass einzelne kleinere Unternehmen komplett scheitern. Der VBK eliminiert diese Risiken zwar nicht vollständig, mildert sie jedoch durch seine breite Aufstellung deutlich ab: Keine einzelne Position im Fonds weist eine Gewichtung von mehr als 1,2 Prozent auf.
Eine solide Wette für risikofreudige Anleger
Für risikotolerante Anleger mit langfristigem Anlagehorizont gehört der VBK zu den empfehlenswertesten Vanguard-ETFs. Der Fonds bildet das US-amerikanische Small-Cap-Wachstumsuniversum effektiv ab. Besonders auffällig ist die kombinierte Gewichtung von fast 42 Prozent in Technologie- und Gesundheitsaktien – zwei Sektoren, die häufig als Eckpfeiler von Small-Cap-Wachstumsstrategien gelten.
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Zur AktienanalyseHinzu kommt ein weiterer handfester Vorteil: Die jährliche Kostenquote des ETFs beträgt lediglich 0,05 Prozent. Damit zählt der VBK zum günstigsten Fünftel aller Small-Cap-Wachstumsfonds – ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn man bedenkt, wie stark sich Kosten über einen langen Anlagezeitraum auf die Rendite auswirken können.
Für deutsche Privatanleger, die an US-amerikanischen Wachstumswerten partizipieren möchten, ohne sich auf einzelne, schwer analysierbare Small-Cap-Titel festlegen zu müssen, bietet der Vanguard Small-Cap Growth ETF eine kosteneffiziente und breit diversifizierte Alternative. Ob übersehen oder nicht – der VBK ist ein Instrument, das auf der Beobachtungsliste langfristig orientierter Investoren einen festen Platz verdient.


