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UBS hebt S&P 500-Ziel auf 8.100 Punkte an

Die Schweizer Großbank sieht KI-getriebenes Gewinnwachstum als Haupttreiber und erwartet über 8% Kurspotenzial bis Jahresende.

UBS hebt S&P 500-Ziel auf 8.100 Punkte an

Die UBS hat ihr Jahresendziel für den S&P 500 deutlich angehoben – von 7.500 auf 8.100 Punkte. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von mehr als 8% gegenüber dem aktuellen Niveau von rund 7.440 Punkten. Damit zählt die Schweizer Großbank nun zu den optimistischsten Stimmen an der Wall Street.

Für das Jahr 2027 geht die Bank sogar von einem weiteren Anstieg auf 8.900 Punkte aus. Der S&P 500 hat seit Jahresbeginn bereits mehr als 8% zugelegt, sodass sich für das Gesamtjahr eine hohe zweistellige Rendite abzeichnen würde, sollte das neue Ziel erreicht werden.

KI-Zyklus als zentraler Wachstumstreiber

UBS-Stratege Keith Parker begründet den Optimismus vor allem mit dem technologiegetriebenen Gewinnwachstum. „Wir sind optimistisch für US-Aktien gestimmt, da das technologiegetriebene Gewinnwachstum zwei Jahre nach Beginn eines KI-Aufwärtszyklus weiteres Aufwärtspotenzial unterstützt, wobei es Anzeichen für eine Ausweitung der Investitionsausgaben und der Nachfrage außerhalb des Tech-Sektors gibt", schrieb Parker.

Besonders Halbleiterunternehmen stehen im Fokus: Sie bauen laut Parker enorme Auftragsbestände auf, um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten. Der Stratege erwartet, dass der S&P 500 in diesem Jahr ein Gewinnwachstum von mehr als 28% verzeichnen könnte – deutlich über dem Marktkonsens.

Parker argumentiert zudem, dass sich festigende Gewinne das Bewertungsmultiple des Gesamtmarkts nach unten ziehen werden. Das Multiple sei im Vergleich zum Jahresende 2025 bereits um 10% gesunken, was bedeute, dass Aktien weiterhin unter ihrem fairen Wert gehandelt werden. Für Anleger sei dies ein attraktives Einstiegssignal.

Geopolitische Risiken bereits eingepreist

Der Aktienmarkt hatte zuletzt mit Gegenwind zu kämpfen: Eskalationen im Nahen Osten sowie ein unsicherer makroökonomischer Ausblick belasteten die Stimmung. Parker zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass diese Belastungsfaktoren bald der Vergangenheit angehören werden. Er erklärte, der „maximale Druck" aus dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie die politische Unsicherheit der Trump-Administration seien bereits vom Markt verarbeitet worden.

„Die Märkte scheinen ein langsameres Wachstum, niedrigere Margen und/oder höhere Zinsen einzupreisen, während Gewinnrevisionen, Rentabilität und langfristige Wachstumserwartungen weiter steigen", schrieb Parker. „Risiken für Kursrückgänge durch Geopolitik, Zinsen und zahlreiche KI-Themen bleiben bestehen, aber wir sehen eine attraktive Asymmetrie für Aktien in den kommenden Monaten und im nächsten Jahr."

UBS fast an der Spitze der Wall-Street-Prognosen

Mit dem neuen Ziel von 8.100 Punkten belegt UBS nun den zweiten Platz unter den optimistischsten Strategen an der Wall Street. Nur Oppenheimer liegt noch darüber, mit einer Prognose von 8.150 Punkten für das Jahresende 2026, wie aus einer CNBC-Umfrage unter Marktstrategen hervorgeht. Der Durchschnitt aller befragten Strategen erwartet einen Jahresschluss bei 7.850 Punkten.

Für deutsche Privatanleger, die in US-Aktien oder entsprechende ETFs investiert sind, unterstreicht die UBS-Analyse das anhaltende Potenzial des amerikanischen Aktienmarkts – getragen von strukturellen Wachstumstrends rund um Künstliche Intelligenz und einer robusten Unternehmensgewinndynamik.

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