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Trump verhängt 50% Zölle auf kanadische Produkte und droht Iran

Die USA eskalieren auf zwei Fronten gleichzeitig: neue Kanada-Zölle und verschärfte Drohungen gegen den Iran belasten die Märkte.

Trump verhängt 50% Zölle auf kanadische Produkte und droht Iran

US-Präsident Donald Trump greift erneut zu seinem bevorzugten Instrument der Handelspolitik: Zölle. Das Weiße Haus kündigte am Montag Zölle in Höhe von 50% auf bestimmte kanadische Exporte in die USA an. Betroffen sind laut einer offiziellen Mitteilung Waren „von Wein über Hockeyschläger bis hin zu Zement".

Die Maßnahme erfolgt als Reaktion auf eine angebliche Handelsdiskriminierung gegenüber US-Produkten und Branchen – darunter Kraftfahrzeuge, Alkohol und Milchprodukte. Die neuen Zölle stützen sich auf den selten angewandten Abschnitt 338 des Tariff Act von 1930 und sollen 30 Tage nach der Unterzeichnung der entsprechenden Proklamationen durch Trump in Kraft treten.

Iran-Konflikt belastet Märkte stärker als Zölle

Während die Kanada-Zölle die Finanzmärkte kaum bewegten, sorgte die Eskalation im Iran-Konflikt für deutlichere Ausschläge. Trump erklärte, dass Teheran dafür „bezahlen werde", den Tod amerikanischer Soldaten verursacht zu haben. Drei US-Soldaten wurden zuletzt bei iranischen Angriffen getötet. Das US-Zentralkommando führte unterdessen die zehnte Nacht in Folge Angriffe auf den Iran durch.

Pentagon-Sprecher Sean Parnell gab bekannt, dass seit dem 7. Juli „fast 100" Soldaten Verletzungen unterschiedlichen Grades erlitten hätten, wobei 96% von ihnen bereits in den Dienst zurückgekehrt seien. Das Defence Casualty Analysis System des Pentagons bezifferte die Gesamtzahl der US-Todesopfer seit Kriegsbeginn auf 14, die der Verwundeten auf 427.

Die Ölpreise reagierten auf die Drohungen mit einem Anstieg. Zusätzlichen Auftrieb erhielt der Markt durch ein von Houthi-Rebellen im Jemen verhängtes See-Embargo gegen Saudi-Arabien. Im frühen asiatischen Handel gaben die Preise jedoch leicht nach: Brent-Rohöl fiel um 0,62% auf 88,70 US-Dollar pro Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 0,3% auf 82,98 US-Dollar sank. Alle drei großen US-Aktienindizes schlossen im Minus.

Technologiesektor als Lichtblick: AMD und Alphabet im Aufwind

Trotz des trüben Gesamtbildes lieferte der Technologiesektor positive Impulse. AMD-Aktien stiegen am Montag um mehr als 4%, nachdem das Unternehmen die Auslieferung seines ersten Rack-Scale-KI-Systems namens „Helios" ankündigte. Das System soll direkt mit Nvidias populären Grace-Blackwell- und Vera-Rubin-Systemen konkurrieren. Microsoft gehört zu den ersten Käufern des Helios-Systems und setzt es in seinen Rechenzentren ein – die Microsoft-Aktie legte daraufhin ebenfalls um mehr als 1% zu.

Auch Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, verzeichnete Kursgewinne. Die Aktie stieg am Montag um 1,51%, nachdem das Technologiemagazin „The Information" berichtete, dass Alphabet einen neuen Server-Chip unter dem internen Codenamen „Frozen v2" entwickelt. Der Chip soll darauf ausgelegt sein, Googles Gemini-KI-Modelle effizienter auszuführen.

FIFA schneidet Trump aus WM-Foto heraus

Für eine kuriose Randnotiz sorgte die FIFA nach dem WM-Finale: Spanien gewann den Pokal gegen Argentinien, und die FIFA veröffentlichte ein offizielles Gedenkfoto der Mannschaft bei der Pokalübergabe. Aufmerksame Beobachter stellten jedoch fest, dass US-Präsident Trump, der in der Nähe der Spieler gestanden hatte, auf dem FIFA-Foto offenbar herausgeschnitten worden war. Das Weiße Haus reagierte und veröffentlichte eine eigene Fotoserie, auf der der US-Präsident klar zu sehen ist.

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