Taylor Farms ruft Eisbergsalat in 27 US-Bundesstaaten zurück
Cyclospora-Parasiten lösen großen Rückruf aus – Taco Bell und Walmart reagieren sofort auf mögliche Kontamination.

Der US-amerikanische Obst- und Gemüseproduzent Taylor Farms hat freiwillig sämtlichen aus Zentralmexiko stammenden Eisbergsalat vom US-Markt genommen. Der Rückruf betrifft 27 Bundesstaaten und wurde am späten Freitagabend bekannt gegeben. Hintergrund ist eine mögliche Kontamination mit dem Cyclospora-Parasiten, der grippeähnliche Symptome und Magen-Darm-Beschwerden verursachen kann.
Das potenziell belastete „geschnittene Eisberg-Produkt" wurde laut Taylor Farms zwischen dem 29. Juni und dem 16. Juli in mehreren Bundesstaaten vertrieben, darunter Alabama, Connecticut, Georgia, Massachusetts und Texas. Bundesstaaten wie Kalifornien und New York sind von der Rückrufmeldung nicht betroffen.
Cyclospora-Ausbruch in Taco-Bell-Filialen
Die US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hatte den Ausbruch auf geschnittenen Eisbergsalat zurückgeführt, der in Taco-Bell-Filialen in fünf Bundesstaaten serviert wurde – darunter Indiana, Kentucky und Michigan. Taco Bell, eine Kette des Konzerns Yum Brands, entfernte den potenziell kontaminierten Salat noch vor dem offiziellen Rückruf aus seinen Restaurants.
Die Food and Drug Administration (FDA) erklärte, dass mit dem Cyclospora-Parasiten infizierte Personen grippeähnliche Symptome sowie „wässrigen Durchfall mit häufigem Stuhlgang" erleiden können. Cyclospora ist ein mikroskopisch kleiner Parasit, der in kontaminiertem Wasser oder auf frischen Lebensmitteln vorkommen kann und in den USA vor allem durch importiertes Obst und Gemüse übertragen wird.
In einer offiziellen Erklärung betonte Taylor Farms, dass die Rückverfolgung der FDA auf einen spezifischen unabhängigen landwirtschaftlichen Betrieb hindeutet, „der weniger als 1% des US-Eisbergsalat-Angebots ausmacht". Dennoch habe das Unternehmen vorsorglich sämtlichen Eisbergsalat aus der Region Zentralmexiko auf unbestimmte Zeit aus dem Verkehr gezogen.
Walmart handelt vorsorglich
Auch der US-Einzelhandelsriese Walmart reagierte auf die Situation. Das Unternehmen veröffentlichte am Samstag eine Mitteilung auf seiner Website und wies darauf hin, dass die betroffenen Produkte möglicherweise in Filialen in Bundesstaaten wie Alabama, Indiana und West Virginia verkauft wurden. Walmart entfernte vorsorglich vier abgepackte Eisbergsalat-Produkte an ausgewählten Standorten aus dem Sortiment.
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Zur Aktienanalyse„Die Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden hat oberste Priorität", erklärte ein Walmart-Sprecher gegenüber dem US-Sender CNBC. Das Unternehmen betonte zugleich: „Bisher gibt es keine bestätigten Krankheitsfälle im Zusammenhang mit diesen Produkten." Man arbeite eng mit dem Lieferanten zusammen und habe sofortige Schritte eingeleitet, um die Produkte aus dem Verkauf zu nehmen.
Der Fall verdeutlicht, wie schnell Lebensmittelrückrufe in der modernen Lieferkette eskalieren können. Sobald Gesundheitsbehörden wie CDC und FDA einen möglichen Ausbruch identifizieren, sind Händler und Hersteller gefordert, rasch und transparent zu handeln – auch wenn noch keine bestätigten Krankheitsfälle vorliegen. Für Verbraucher in den betroffenen Bundesstaaten empfiehlt es sich, gekauften Eisbergsalat aus dem genannten Zeitraum zu entsorgen und bei Symptomen ärztlichen Rat zu suchen.


