Meta plant Prognosemarkt-App: DraftKings und Flutter unter Druck
Mark Zuckerberg lässt eine eigene Prognosemarkt-Plattform entwickeln – und setzt damit Sportwetten-Aktien unter Druck.

Meta-CEO Mark Zuckerberg hat seine Mitarbeiter angewiesen, eine Plattform für Prognosemärkte zu entwickeln. Das bestätigte eine mit den Plänen vertraute Person gegenüber dem US-Sender CNBC. Zuerst hatte die New York Times am Dienstag über das Vorhaben berichtet.
Ein entscheidender Unterschied zu bestehenden Prognosemarkt-Plattformen: Die geplante Meta-App würde kein echtes Geld für den Handel verwenden. Stattdessen soll laut dem Times-Bericht ein Punktesystem im Videospiel-Stil zum Einsatz kommen. In Zukunft könnte jedoch auch echter Geldeinsatz möglich werden, hieß es weiter.
Intern trägt die App den Namen „Arena". Zwei Mitarbeiter mit Kenntnis der Pläne erklärten gegenüber der Times, dass die Plattform von Metas bestehenden Social-Media-Diensten Instagram und Facebook getrennt betrieben werden soll. Gleichzeitig plant Meta, seine riesige Nutzerbasis auf Facebook und Instagram zu nutzen, um potenzielle Händler auf die neue Plattform zu leiten. Meta selbst lehnte eine Stellungnahme gegenüber CNBC ab.
Kursverluste bei Sportwetten-Aktien
Die Nachricht löste unmittelbar Reaktionen an den Börsen aus. Die Sportwetten-Plattform DraftKings verlor nach Veröffentlichung des Berichts mehr als 2 Prozent und erreichte damit ihren Tagestiefststand. Am Ende des Handelstages schloss die Aktie mit einem Minus von 2 Prozent.
Auch die FanDuel-Muttergesellschaft Flutter Entertainment geriet unter Druck und gab nach dem Bericht um knapp 2 Prozent nach. Allerdings konnte Flutter den Tagesverlauf insgesamt noch positiv abschließen und lag am Ende mit einem Plus von 0,4 Prozent im grünen Bereich. Die Handelsplattform Robinhood, die Kontrakte verschiedener Prognosemarkt-Plattformen anbietet, verzeichnete ebenfalls Kursverluste im Zuge der Berichterstattung.
Prognosemärkte als wachsende Konkurrenz
Der Hintergrund der Marktreaktionen ist klar: Sowohl Flutter als auch DraftKings hatten bereits im vergangenen Jahr mit Sorgen zu kämpfen, wie Prognosemarkt-Plattformen ihr klassisches Sportwettengeschäft beeinträchtigen könnten. Prognosemärkte ermöglichen es Nutzern, auf den Ausgang zukünftiger Ereignisse zu spekulieren – darunter auch sportbezogene Ereigniskontrakte, die direkt mit dem Angebot von Sportwettenanbietern konkurrieren.
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Zur AktienanalyseMit dem Einstieg eines Tech-Giganten wie Meta in diesen Bereich wächst der Wettbewerbsdruck erheblich. Meta verfügt über Milliarden von Nutzern weltweit, die über Instagram und Facebook potenziell auf die neue Plattform gelenkt werden könnten. Das macht das Unternehmen zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten – selbst wenn die App zunächst ohne echten Geldeinsatz starten sollte.
Für deutsche Anleger, die in Sportwetten- oder Prognosemarkt-Unternehmen investiert sind, verdeutlicht die Entwicklung einmal mehr, wie schnell etablierte Geschäftsmodelle durch den Markteintritt großer Technologiekonzerne unter Druck geraten können. Die weitere Entwicklung von Metas „Arena"-Projekt bleibt daher genau zu beobachten.


