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Jim Cramers Top 10: Diese Aktien bewegen den Markt am Dienstag

Von SK Hynix über neue Kanada-Zölle bis zu Analystenänderungen bei Microsoft und Salesforce – das sind die zehn wichtigsten Marktthemen.

Jim Cramers Top 10: Diese Aktien bewegen den Markt am Dienstag

CNBC-Moderator und Börsenexperte Jim Cramer hat seine zehn wichtigsten Beobachtungen für den Handelstag am Dienstag, den 21. Juli, veröffentlicht. Im Fokus stehen unter anderem starke Vorbörsenbewegungen bei SK Hynix und 3M, neue US-Zölle auf kanadische Importe sowie eine Reihe von Analystenänderungen bei großen Technologie- und Konsumwerten.

Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix sorgt am Morgen für Aufsehen: Die an der New Yorker Börse notierten Aktien des Unternehmens liegen vorbörslich um über 6% im Plus. Auch die Nasdaq-Futures verzeichnen infolgedessen deutliche Gewinne. Cramer stellt jedoch die Frage, ob diese Bewegung nachhaltig ist – denn bereits am Vortag verpuffte ein starker Nasdaq-Start, und der Index schloss letztlich unverändert.

Neue Zölle auf kanadische Importe

Die Trump-Regierung hat neue Zölle in Höhe von 50% auf ausgewählte kanadische Importe angekündigt. Betroffen sind Produkte wie Wein, Hockeyschläger und Zement. Die Maßnahmen sollen in 30 Tagen in Kraft treten. Bemerkenswert: Energieprodukte sind von den neuen Abgaben ausgenommen.

Bei den Analystenkommentaren dominiert Morgan Stanley das Geschehen. Der neue Chefanalyst Adam Wood hat eine Reihe von Neubewertungen im Bereich Unternehmenssoftware vorgenommen. Salesforce wurde von „Kaufen" auf „Halten" herabgestuft – die Analysten befürchten, dass der Wendepunkt bei der KI-Plattform Agentforce nicht früh genug eintritt, um die Schwäche bei älteren Produkten auszugleichen. Adobe erhielt sogar eine Abstufung auf „Verkaufen", begründet mit Umsetzungsrisiken durch den Führungswechsel und die Umstellung des Geschäftsmodells. Intuit wurde ebenfalls von „Kaufen" auf „Halten" zurückgestuft.

Microsoft und 3M im Fokus

Positiver fällt das Urteil von Morgan Stanley für Microsoft aus: Die Kaufempfehlung bleibt bestehen. Azure und der KI-Assistent Copilot seien entscheidende Treiber, und beide stünden vor einem Wendepunkt, der „vom Markt noch nicht ausreichend berücksichtigt" werde. Cramer merkt jedoch an, dass Microsoft in diesem Jahr die zweitschlechteste Aktie unter den sogenannten „Magnificent 7" ist – nur Tesla schneidet schlechter ab. Die Quartalszahlen werden nächste Woche erwartet.

Glänzende Zahlen liefert derweil der Industriekonzern 3M: Das Unternehmen, bekannt für Produkte wie Scotch-Klebeband und Post-it-Notizen, übertraf sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen. Die Aktie liegt vorbörslich mehr als 5% im Plus. Cramer hebt hervor, dass 3M bei seinen Materialprodukten von der wachsenden Nachfrage durch den KI-Infrastrukturausbau profitiert.

Wells Fargo hat das Kursziel für Amazon von 313 auf 322 US-Dollar angehoben. Zwar steigen die Kosten, doch die Analysten sehen Amazon in der Lage, höhere Kosten im Cloud-Bereich weiterzugeben. Amazon veröffentlicht ebenfalls nächste Woche seine Quartalszahlen. Cramer weist darauf hin, dass mögliche Aktienverkäufe die Aktie zuletzt gebremst haben.

Weitere Auf- und Abstufungen im Überblick

RBC Capital sieht bei Intel gesunde Trends im Kerngeschäft und erwartet beim Quartalsbericht am Donnerstagabend eine Umsatzübertreffung von rund 5% sowie eine Prognoseanhebung von 3% bis 5%. Allerdings betonen die Analysten, dass die Aktie mit dem 69-fachen der erwarteten Gewinne für die nächsten zwölf Monate nicht günstig bewertet ist.

Raymond James hat Ralph Lauren von „Halten" auf „Kaufen" hochgestuft. Die Analysten sind zuversichtlich, dass das Unternehmen die Wall-Street-Erwartungen für das Geschäftsjahr 2027 übertreffen kann. Cramer bezeichnet Ralph Lauren als einen der besten Einzelhandelswerte und bedauert, nicht früher in die Aktie investiert zu haben.

Live Nation hingegen wurde von Susquehanna von „Kaufen" auf „Halten" herabgestuft. Die Aktie ist in diesem Jahr bereits um 27% gestiegen, nachdem kartellrechtliche Bedenken des US-Justizministeriums nachließen. Auf dem aktuellen Niveau seien viele positive Nachrichten bereits eingepreist, was laut den Analysten „wenig Spielraum für Fehler" im dritten Quartal lasse.

Abgerundet wird Cramers Liste durch eine Kooperationsmeldung: Kraft Heinz hat eine Liefervereinbarung mit Disney geschlossen. Der Lebensmittelkonzern wird Ketchup, Mac and Cheese und weitere Produkte an nordamerikanische Disney-Standorte liefern. Im Gegenzug darf Kraft Heinz Disney-Figuren auf Produkten verwenden, die im Einzelhandel verkauft werden. Cramer wertet dies als klugen Schachzug von CEO Steve Cahillane, der aktuell daran arbeitet, die Marken des Unternehmens zu revitalisieren.

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