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Jefferies sieht Milliarden-Chance für Meta mit KI-Brillen

Investmenthaus Jefferies bewertet Meta mit „Buy" und sieht ein Hardware-Umsatzpotenzial von bis zu 18 Milliarden Dollar.

Jefferies sieht Milliarden-Chance für Meta mit KI-Brillen

Das Investmenthaus Jefferies sieht für Meta eine „milliardenschwere" Umsatzchance im Bereich KI-gestützter Smart Glasses. Analyst Brent Thill vergab am Montag ein „Buy"-Rating für die Meta-Aktie und setzte ein Kursziel von 825 US-Dollar – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von knapp 28 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Montag.

„Während wir Bereiche mit Verbesserungspotenzial sehen, verfügt Meta über einen Pioniervorteil als einziger Akteur, der derzeit in großem Umfang ausliefert", schrieb Thill in einer Mitteilung an Kunden. Er betonte dabei die einzigartige Marktstellung des Unternehmens im noch jungen Segment der smarten Brillen.

Enormes Hardware-Potenzial

Thill beziffert das Hardware-Umsatzpotenzial von Meta auf 14 bis 18 Milliarden US-Dollar innerhalb der nächsten Jahre. Diese Schätzung basiert auf der Annahme einer Akzeptanz ähnlich der Apple Watch sowie einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 400 US-Dollar pro Gerät. Laut dem Analysten handelt es sich dabei um einen langfristigen Wachstumsvektor, der vom Markt bislang noch nicht eingepreist wurde.

Die Nutzerzahlen untermauern den optimistischen Ausblick: Laut Jefferies haben sich die täglichen Nutzer der Meta-Wearables im Jahresvergleich verdreifacht. Gleichzeitig ist die Produktionskapazität für das neueste Wearable-Technologieprodukt auf 20 Millionen Einheiten im Jahr 2026 gestiegen – ein deutliches Signal für Metas Ambitionen in diesem Segment.

Ende Juni stellte Meta seine neueste Smart-Glasses-Linie vor. Diese umfasst drei Modelle: die Meta Adventurer, Fury sowie die Glasses by Kylie. Das Produktportfolio richtet sich damit an unterschiedliche Zielgruppen und unterstreicht die Strategie, den Massenmarkt zu erschließen.

Weitere Monetarisierungswege im Blick

Neben dem reinen Hardware-Geschäft sieht Analyst Thill weiteres Aufwärtspotenzial durch höherwertige KI-gestützte Abonnements sowie Werbeeinnahmen. Besonders langfristig könnten die Monetarisierungsmöglichkeiten im E-Commerce zu einer der größten Wachstumsquellen für Meta werden.

„Langfristig ist der Handel der größere Gewinn: Wenn agentische KI vom Browsen zur Delegation übergeht, könnten KI-Brillen die Nutzerintention bereits zum Zeitpunkt der Entdeckung erfassen und Meta näher an die Transaktion bringen", so Thill. Damit skizziert er ein Szenario, in dem die Smart Glasses nicht nur als Gerät, sondern als direkter Kanal zum Kaufabschluss fungieren.

Die Einschätzung von Jefferies deckt sich mit dem breiten Konsens an der Wall Street. Von den 65 Analysten, die Meta laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG beobachten, vergeben 57 ein „Buy"- oder „Strong Buy"-Rating für die Aktie. Trotz dieser positiven Bewertungen sind die Meta-Anteilscheine im vergangenen Jahr um rund 9 Prozent gefallen und blieben damit hinter der Entwicklung des Gesamtmarktes zurück – was den Spielraum für eine Erholung aus Sicht der Analysten zusätzlich unterstreicht.

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