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Fast 1.000 Schiffspassagen durch Straße von Hormus seit Waffenstillstand

US-Streitkräfte registrierten in zwei Monaten nahezu 1.000 Handelsschifffpassagen durch die strategisch wichtige Straße von Hormus.

Fast 1.000 Schiffspassagen durch Straße von Hormus seit Waffenstillstand

Die US-Streitkräfte haben seit dem Inkrafttreten eines Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran fast 1.000 Passagen von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus verzeichnet. Dies geht aus Angaben eines mit den Operationen des US Central Command vertrauten Beamten hervor, der unter der Bedingung der Anonymität sprach. Die Daten wurden seit dem 8. April erfasst – dem Tag, an dem die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran in Kraft trat.

Die Zahl übersteigt dabei die Schätzungen des Privatsektors, die sich primär auf Schiffstransponder stützen. Das US-Militär setzte zur Erfassung eine kontinuierliche Luft-, See- und Weltraumüberwachung ein – Mittel, die ursprünglich im Rahmen des Krieges gegen den Iran eingesetzt wurden. Diese umfassende Überwachungsinfrastruktur ermöglicht eine deutlich präzisere Erfassung des Schiffsverkehrs als kommerzielle Tracking-Systeme.

Großfrachter dominieren den Verkehr

Beim Großteil der registrierten Schiffe handelt es sich laut dem Beamten um große Fracht- und Containerschiffe. Kleinere Fahrzeuge wie traditionelle Dhaus – hölzerne Segelschiffe, die in der Region seit Jahrhunderten für den Handel genutzt werden – sind in der Statistik nicht berücksichtigt. Die tatsächliche Gesamtzahl der Durchfahrten dürfte daher noch höher liegen.

Die Straße von Hormus gilt als eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch diesen schmalen Meereskanal zwischen dem Oman und dem Iran wird ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels abgewickelt. Störungen in diesem Nadelöhr hätten unmittelbare Auswirkungen auf die weltweiten Energiemärkte und damit auch auf die Rohstoffpreise in Europa und Deutschland.

Strategische Bedeutung für den globalen Handel

Die USS Rafael Peralta begleitete am 26. April ein Handelsschiff bei der Durchfahrt durch die Straße – ein Zeichen dafür, dass die US-Marine in der Region weiterhin präsent ist und Schutzoperationen durchführt. Die Begleitung von Handelsschiffen durch Kriegsschiffe ist in der Region seit Jahren ein etabliertes Instrument zur Sicherung der Schifffahrtsrouten.

Die Daten des US Central Command liefern damit einen seltenen Einblick in das tatsächliche Ausmaß des Schiffsverkehrs in einer der geopolitisch sensibelsten Meerengen der Welt. Für Anleger, die in Schifffahrtsunternehmen, Energiekonzerne oder Rohstoffmärkte investiert sind, sind solche Informationen über die Stabilität dieser Route von erheblicher Relevanz. Eine funktionierende Durchfahrt durch die Straße von Hormus ist eine Grundvoraussetzung für stabile Ölversorgung und damit für berechenbare Energiepreise weltweit.

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