ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Buffett nennt Gates' Epstein-Verbindung „unappetitlich" – spendet anders

Warren Buffett schließt die Gates Foundation aus seinen Spendenplänen aus, verteidigt aber seinen langjährigen Freund Bill Gates grundsätzlich.

Buffett nennt Gates' Epstein-Verbindung „unappetitlich" – spendet anders

Warren Buffett hat die Verbindung von Microsoft-Mitgründer Bill Gates zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als „unappetitlich" bezeichnet. Gleichzeitig verteidigte der 95-jährige Berkshire-Hathaway-Chef seinen langjährigen Freund in einem CNBC-Interview mit Moderatorin Becky Quick. Buffett betonte, dass auch er selbst im Laufe seines Lebens Fehler bei der Wahl von Mitarbeitern und Freunden gemacht habe.

„Ich habe seit dem 1. Januar viel darüber gelesen, was zwischen Bill und Epstein vorgefallen ist", sagte Buffett gegenüber CNBC. „Es ist zwar unappetitlich, und er hat Fehler gemacht – aber auch ich habe Fehler gemacht, indem ich alle möglichen Leute eingestellt oder Freunde ausgewählt habe, um später festzustellen, dass sie auf die eine oder andere Weise nicht das waren, wofür ich sie hielt." Er habe in den Berichten nichts gefunden, was über das hinausgegangen sei, was er sich bei sich selbst hätte vorstellen können.

Milliardenschwere Umverteilung der Spenden

Trotz dieser relativen Verteidigung von Gates hat Buffett seine philanthropischen Prioritäten grundlegend neu geordnet. In diesem Jahr leitet er sämtliche Spenden an vier familienbezogene Stiftungen weiter – und schließt die Gates Foundation damit erstmals aus. Jahrelang war die Gates Foundation der größte Empfänger seiner jährlichen Berkshire-Aktienspenden.

Seit 2006 hat Buffett der von Bill Gates und seiner ehemaligen Frau Melinda Gates gegründeten Stiftung Berkshire-Aktien im Wert von mehr als 47 Milliarden US-Dollar gespendet. Allein in diesem Jahr fließen 9 Millionen B-Aktien mit einem aktuellen Wert von rund 4,5 Milliarden US-Dollar an die Susan Thompson Buffett Foundation, benannt nach seiner verstorbenen ersten Frau. Die drei von seinen Kindern geleiteten Stiftungen – Susie Buffetts Sherwood Foundation, die Howard G. Buffett Foundation und Peter Buffetts NoVo Foundation – erhalten jeweils 1 Million B-Aktien im Wert von knapp 500 Millionen US-Dollar.

Buffett erklärte, er habe seine gesamte Situation neu bewertet. „Es war so, dass ich der Gates Foundation sehr viel Geld gegeben habe. Ich hielt das für eine gute Entscheidung. Ich denke, es war eine ordentliche Entscheidung, aber ich glaubte nicht, dass meine Kinder damals in der Lage gewesen wären, so gewaltige Summen zu verschenken", so das „Orakel von Omaha". Nun sagt er seinen drei Kindern, dass es ihr Geld sei und in ihrer Verantwortung liege, die Sache gut zu machen.

Freundschaft mit Gates besteht weiterhin

Trotz der veränderten Spendenstruktur betonte Buffett, dass seine persönliche Freundschaft mit Gates – die seit mehr als drei Jahrzehnten besteht – intakt sei. Gates habe ihn vor einigen Wochen in Omaha besucht, und die beiden hätten rund drei Stunden miteinander gesprochen. „Er beabsichtigt, mich anzurufen. Er hat bereits ein weiteres Treffen vorgeschlagen", so Buffett.

Buffett hatte Anfang der Woche in einer offiziellen Mitteilung erklärt, sein Ziel sei es, alle seine Berkshire-Aktien innerhalb von etwa acht Jahren zu veräußern, da seine Kinder „leider älter werden". Damit soll die philanthropische Verantwortung schrittweise in die Hände der nächsten Generation übergehen – ein Prozess, auf den er seine Kinder nach eigenen Angaben über Jahrzehnte vorbereitet hat.

Buffett gab zudem bekannt, dass er sich vor einigen Wochen nach einem Beinbruch einer Operation unterziehen musste, sich aber gut erhole. Der 95-Jährige gilt als einer der erfolgreichsten Investoren der Geschichte und ist für seine langfristige Anlagestrategie sowie sein enormes philanthropisches Engagement bekannt.

Warren BuffettBill GatesJeffrey EpsteinGates FoundationBerkshire HathawayPhilanthropieSpenden Buffett

Disclaimer