Boeing kämpft mit volatiler Lieferkette beim Produktionshochlauf
Engpässe bei Innenausstattung und Triebwerken bremsen den US-Flugzeugbauer beim Hochfahren der 787-Dreamliner-Produktion.

Boeing steht beim Hochlauf seiner Flugzeugproduktion weiterhin vor erheblichen Herausforderungen in der Lieferkette. Stephanie Pope, Leiterin der Verkehrsflugzeugsparte des US-Konzerns, machte die Lage am Sonntag in einem Pressegespräch deutlich – kurz vor dem Beginn der renommierten Farnborough International Airshow in Großbritannien.
„Die Lieferkette ist immer noch etwas volatil", sagte Pope. Besonders bei der Innenausstattung und den Triebwerken für den 787 Dreamliner bestehen demnach nach wie vor Engpässe, die den Produktionsfortschritt hemmen. Der Dreamliner gilt als eines der gewinnbringendsten Modelle im Boeing-Portfolio.
Triebwerke als geschwindigkeitsbestimmender Faktor
Pope hob den Antriebsbereich als besonders kritischen Punkt hervor. „Der Antriebsbereich wird für uns ein geschwindigkeitsbestimmender Faktor sein", erklärte sie. Das bedeutet, dass die Verfügbarkeit von Triebwerken maßgeblich darüber entscheidet, wie schnell Boeing die Produktion steigern kann.
Die Probleme in der Lieferkette sind für die gesamte Luftfahrtindustrie kein neues Phänomen. Seit der Corona-Pandemie kämpfen Flugzeughersteller und ihre Zulieferer weltweit mit Kapazitätsengpässen, Fachkräftemangel und gestörten Lieferketten. Boeing ist dabei besonders unter Druck, da der Konzern gleichzeitig mit Qualitätsproblemen und regulatorischen Auflagen zu kämpfen hatte, die die Produktion in den vergangenen Jahren erheblich belastet haben.
Farnborough als wichtige Bühne für Boeing
Die Farnborough International Airshow zählt zu den bedeutendsten Luft- und Raumfahrtmessen der Welt und ist traditionell ein wichtiger Schauplatz für Auftragsankündigungen und strategische Aussagen der großen Flugzeughersteller. Boeings Auftritt dort steht diesmal im Zeichen des Bemühens, Vertrauen bei Kunden und Investoren zurückzugewinnen.
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Zur AktienanalyseDer 787 Dreamliner wird im Werk in North Charleston, South Carolina, endmontiert. Das Modell ist bei Fluggesellschaften weltweit beliebt, da es durch seinen effizienten Betrieb und seine Langstreckenkapazitäten überzeugt. Für Boeing ist eine reibungslose Produktionssteigerung beim Dreamliner daher von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung.
Die Aussagen von Pope verdeutlichen, dass trotz aller Bemühungen die Normalisierung der Lieferkette noch Zeit in Anspruch nehmen wird. Für Anleger und Beobachter des Unternehmens bleibt die Entwicklung der Zuliefererkapazitäten – insbesondere im Triebwerksbereich – ein entscheidender Faktor für Boeings mittelfristige Produktions- und Ertragsziele.


