US-Staatsanleihen: Renditen steigen trotz Nahost-Spannungen leicht an
Eskalierender Iran-Konflikt belastet die Märkte – Anleger beobachten die Lage genau, während Renditen zulegen.

Die Renditen amerikanischer Staatsanleihen haben am Montag leicht zugelegt, während die Wall Street die jüngsten Entwicklungen im eskalierenden Nahost-Konflikt aufmerksam verfolgt. Die richtungsweisende Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe – die wichtigste Benchmark für die Kreditaufnahme der US-Regierung – stieg um mehr als 2 Basispunkte auf 4,566 Prozent. Ein Basispunkt entspricht dabei 0,01 Prozent; Renditen und Anleihekurse bewegen sich stets in entgegengesetzte Richtungen.
Auch die übrigen Laufzeiten verzeichneten Zuwächse. Die Rendite der 2-jährigen Schatzanleihe, die die kurzfristige Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve enger widerspiegelt, legte ebenfalls um mehr als 2 Basispunkte auf 4,198 Prozent zu. Die länger laufende 30-jährige Staatsanleihe notierte mehr als 2 Basispunkte höher bei 5,087 Prozent.
Neunte Nacht in Folge: US-Angriffe gegen den Iran
Das US-Zentralkommando (Centcom) schloss am Sonntagabend um 22:00 Uhr Ortszeit (ET) den neunten Abend in Folge Angriffe gegen den Iran ab. Die dreistündige Operation richtete sich laut Centcom gegen iranische Militärkommandozentralen, Luftverteidigungs- und Küstenüberwachungsanlagen, maritime Kapazitäten sowie Raketen- und Drohnenstartplätze. Ziel der Operation war es, die Fähigkeit Teherans weiter einzuschränken, Handelsschiffe und zivile Seeleute bei der Durchfahrt durch die strategisch bedeutsame Straße von Hormus anzugreifen.
Die US-Angriffe wurden in den vergangenen Tagen ausgeweitet. Teheran meldete dabei auch Angriffe auf zivile Infrastruktur, darunter die Entsalzungsanlage Bonji, was die Wasserversorgung für rund 10.000 Menschen unterbrach. Der Iran übte seinerseits Vergeltung mit neuen Angriffen auf Ziele in Nachbarländern, darunter Bahrain, Saudi-Arabien und Jordanien. Die kuwaitische Armee teilte am Montag mit, dass ihre Luftabwehrsysteme „feindliche" Drohnenangriffe aus dem Iran abgefangen hätten.
Wirtschaftsdaten stützen die Märkte
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Zur AktienanalyseTrotz der geopolitischen Unsicherheiten zeigt die US-Wirtschaft Widerstandsfähigkeit gegenüber dem durch den Iran-Krieg verursachten Inflationsdruck. In der vergangenen Woche waren die Renditen noch gefallen, nachdem Erzeuger- und Verbraucherpreisdaten niedriger als erwartet ausgefallen waren. Zusätzlich überraschten die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe positiv: Für die am 11. Juli 2025 endende Woche wurden saisonbereinigt lediglich 208.000 Anträge gezählt – weniger als von Analysten prognostiziert.
Für den weiteren Wochenverlauf richten Anleger ihren Blick auf den Freitag. Dann wird der neueste S&P Global Flash U.S. PMI-Bericht veröffentlicht, der die wirtschaftliche Verfassung des amerikanischen verarbeitenden Gewerbes sowie des Dienstleistungssektors misst. Das Ergebnis dürfte weiteren Aufschluss darüber geben, wie robust die US-Konjunktur angesichts der anhaltenden geopolitischen Belastungen bleibt.


