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US-Lagerhallenmarkt erholt sich: Bautätigkeit steigt um 18 Prozent

Im zweiten Quartal befanden sich mehr als 305 Millionen Quadratfuß Lagerfläche in den USA im Bau – ein klares Erholungssignal.

US-Lagerhallenmarkt erholt sich: Bautätigkeit steigt um 18 Prozent

Der US-amerikanische Markt für Lagerhallen und Logistikimmobilien zeigt deutliche Erholungszeichen. Laut dem Immobiliendienstleister Cushman & Wakefield befanden sich im zweiten Quartal mehr als 305 Millionen Quadratfuß Lagerfläche im Bau – das entspricht rund 28,3 Millionen Quadratmetern. Damit wächst die Projektpipeline im Jahresvergleich um 18 Prozent gegenüber 2025.

Besonders bemerkenswert ist, dass es sich dabei bereits um das zweite Quartal in Folge mit einem jährlichen Wachstum handelt. Dies signalisiert, dass der Aufwärtstrend keine kurzfristige Ausnahme ist, sondern sich zunehmend verstetigt. Für Investoren und Marktbeobachter ist dies ein wichtiges Signal für die Stabilisierung eines lange unter Druck stehenden Segments.

Trendwende nach Jahren der Zurückhaltung

Die aktuelle Entwicklung stellt eine signifikante Wende gegenüber der verhaltenen Bautätigkeit der vergangenen Jahre dar. Zuvor hatte eine Kombination aus schwacher Vermietungsaktivität und einem deutlichen Überangebot an verfügbaren Flächen den Markt belastet. Die Folge: Die landesweite Leerstandsquote stieg auf ein Elfjahreshoch – ein Rekordwert, der viele Projektentwickler dazu veranlasste, ihre Baupläne erheblich zurückzufahren.

In diesem schwierigen Umfeld hatten zahlreiche Bauträger und Immobilienentwickler neue Projekte auf Eis gelegt oder gänzlich gestrichen. Die Zurückhaltung war eine direkte Reaktion auf den Marktdruck: Zu viele freie Flächen bei gleichzeitig nachlassender Nachfrage machten neue Investitionen riskant. Dieser Konsolidierungsprozess scheint nun abgeschlossen zu sein.

Bedeutung für den Logistik- und Immobilienmarkt

Der Lagerhallenmarkt in den USA gilt als wichtiger Indikator für die Gesundheit des gesamten Logistiksektors und des E-Commerce. Eine steigende Bautätigkeit deutet darauf hin, dass Entwickler wieder an eine ausreichende Nachfrage glauben – sei es durch den wachsenden Onlinehandel, Reshoring-Bemühungen amerikanischer Unternehmen oder die Neugestaltung globaler Lieferketten.

Für deutsche Anleger, die in US-amerikanische Logistik-REITs oder Immobilienfonds investiert sind, ist die Erholung des Lagerhallenmarkts ein relevantes Signal. Ein Rückgang der Leerstandsquoten und eine steigende Nachfrage nach neuen Flächen können sich positiv auf Mieteinnahmen und Bewertungen entsprechender Immobilienportfolios auswirken.

Die Daten von Cushman & Wakefield zeigen damit, dass der US-Lagerhallenmarkt nach einer ausgeprägten Schwächephase wieder Fahrt aufnimmt. Ob sich dieser Trend fortsetzt, wird maßgeblich davon abhängen, wie sich die Vermietungsaktivität in den kommenden Quartalen entwickelt und ob das Angebot an neuen Flächen von einer entsprechend starken Nachfrage begleitet wird.

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