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US-Hypothekenzinsen steigen: 30-Jahres-Rate klettert auf 6,55 Prozent

Freddie Mac meldet einen Anstieg des 30-jährigen Hypothekenzinses auf 6,55 % – die Kaufnachfrage schwächt sich ab.

US-Hypothekenzinsen steigen: 30-Jahres-Rate klettert auf 6,55 Prozent

Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Festzins-Hypotheken in den USA ist in der aktuellen Woche auf 6,55 % gestiegen. Das berichtete der staatlich geförderte Hypothekenfinanzierer Freddie Mac (OTCQB: FMCC) am Donnerstag. In der Vorwoche hatte der Zinssatz noch bei 6,49 % gelegen.

Auch der Zinssatz für 15-jährige Festzins-Hypotheken legte zu: Er stieg von 5,82 % in der Vorwoche auf nun 5,93 %. Im Jahresvergleich zeigt sich beim 15-Jahres-Zins kaum eine Veränderung – vor einem Jahr lag er bei 5,92 %. Der 30-Jahres-Zins hingegen ist im Vergleich zum Vorjahreswert von 6,75 % spürbar gesunken.

Chefökonom sieht leichte Verbesserung für Hauskäufer

Sam Khater, Chefökonom von Freddie Mac, kommentierte die aktuellen Zahlen: „Die 30-jährige Festzins-Hypothek lag in dieser Woche im Durchschnitt bei 6,55 %. Die Nachfrage nach Kaufanträgen hat sich in letzter Zeit abgeschwächt, aber die Erschwinglichkeit von Wohnraum ist günstiger und das Immobilienangebot steigt weiter an, sodass sich die Rahmenbedingungen für potenzielle Hauskäufer leicht verbessern."

Die Aussagen von Khater verdeutlichen die widersprüchliche Lage am US-Immobilienmarkt: Einerseits dämpfen die gestiegenen Zinsen die Kaufnachfrage, andererseits sorgen ein wachsendes Angebot und verbesserte Erschwinglichkeit für etwas Entlastung bei Kaufinteressenten. Für viele potenzielle Hauskäufer bleibt die Finanzierung dennoch eine erhebliche Belastung.

Bedeutung für den US-Immobilienmarkt

Hypothekenzinsen in den USA sind ein zentraler Indikator für die Gesundheit des Immobilienmarktes. Der 30-jährige Festzins ist dabei der meistgenutzte Referenzwert, da die Mehrheit der amerikanischen Hauskäufer langfristige Finanzierungen bevorzugt. Freddie Mac erhebt diese Daten wöchentlich und gilt als eine der wichtigsten Quellen für Hypothekenmarktdaten in den Vereinigten Staaten.

Für deutsche Anleger und Beobachter des US-Marktes sind diese Zahlen relevant, da die Entwicklung der US-Hypothekenzinsen eng mit der Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) verknüpft ist. Steigende Hypothekenzinsen können die Bauaktivität bremsen, den Immobilienmarkt abkühlen und sich auf verwandte Branchen wie Baumaterialien oder Möbel auswirken.

Im historischen Vergleich liegen die aktuellen Zinssätze zwar deutlich unter den Höchstständen der jüngeren Vergangenheit – im Jahr 2023 hatten 30-jährige Hypotheken zeitweise die Marke von 8 % überschritten –, bleiben aber auf einem Niveau, das den Immobilienerwerb für viele Amerikaner finanziell anspruchsvoll gestaltet. Die weitere Entwicklung der Hypothekenzinsen dürfte maßgeblich von den kommenden Entscheidungen der Fed abhängen.

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