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Südafrika: Operation PROSPER schlägt illegalem Bergbau und Kriminalität

Gemeinsame Sicherheitskräfte nehmen 1.149 Verdächtige fest und beschlagnahmen Waffen, Ausrüstung und goldhaltiges Material.

Südafrika: Operation PROSPER schlägt illegalem Bergbau und Kriminalität

Südafrikas Polizei (SAPS) und Streitkräfte (SANDF) haben im Rahmen der landesweiten „Operation PROSPER" einen massiven Schlag gegen illegalen Bergbau, organisierte Syndikate und Bandengewalt geführt. Die koordinierten Einsätze resultierten in der Festnahme von 1.149 Verdächtigen sowie der Beschlagnahmung von 25 illegalen Schusswaffen und 238 Schuss Munition. Die Operation verdeutlicht das Ausmaß des sogenannten „Zama-Zama"-Problems – illegaler Bergbau durch organisierte Gruppen, der Südafrikas Minenindustrie seit Jahren schwer belastet.

Den festgenommenen Verdächtigen werden zahlreiche Straftaten vorgeworfen. Dazu zählen Delikte im Zusammenhang mit illegalem Bergbau, Mord, Körperverletzung mit der Absicht schwere körperliche Schäden zu verursachen, unrechtmäßiger Besitz von Schusswaffen und Munition sowie der Besitz von goldhaltigem Material. Weitere Anklagepunkte betreffen Verstöße gegen das Einwanderungsgesetz, den Besitz von mutmaßlichem Diebesgut und diverse andere schwere Straftaten.

Razzien in Gauteng: Hunderte Festnahmen in Bergbaugürteln

Besonders intensiv waren die Einsätze in den Bergbaugürteln der Provinz Gauteng. In Westonaria führte eine Razzia in der Mine Losberg Kloof zur Festnahme von 217 Verdächtigen. In Randfontein resultierte eine geheimdienstlich gesteuerte Operation in 121 Festnahmen wegen illegalen Bergbaus sowie der Konfiszierung von spezialisierter Bergbauausrüstung. In Mohlakeng wurden zudem 70 Verdächtige im Distrikt West Rand aufgespürt und festgenommen.

Während dieser Provinzoperationen beschlagnahmten die Strafverfolgungsbehörden darüber hinaus zwei Kraftfahrzeuge, mehr als 20 Generatoren und über 100 Säcke mit goldhaltigem Material. Diese Funde zeigen, wie professionell und gut ausgestattet die illegalen Bergbaunetzwerke operieren – mit industrieller Ausrüstung und logistischer Infrastruktur.

Einsätze in Free State und North West

Im Distrikt Lejweleputswa in der Provinz Free State arbeiteten SAPS und SANDF eng mit privaten Sicherheitsdiensten der Minenbetreiber zusammen. Im Fokus stand das Thabong G-Hostel, wo mehrere provisorische Vorrichtungen zur Verarbeitung von goldhaltigem Material sowie Schütteltische zur Schwerkrafttrennung zerstört wurden. Vier ausländische Staatsangehörige wurden dabei festgenommen.

Am alten Schacht St Helena 08 wurden drei weitere ausländische Staatsangehörige beim illegalen Graben gefasst. Durch Absperr- und Durchsuchungsmaßnahmen beschlagnahmten die Einsatzkräfte 12,5 kg mutmaßlich goldhaltiges Material sowie spezialisierte Verarbeitungsausrüstung, darunter Siebe, Filter und Grabwerkzeuge. Im Harmony Country Club wurden zudem 27 Verdächtige wegen Hausfriedensbruchs festgenommen und 17,10 kg gestohlenes Kupferkabel sichergestellt.

In der Provinz North West kooperierte die Sicherheitsallianz zusätzlich mit dem Innenministerium. Razzien in den Distrikten Bojanala 1, Bojanala 2 und Dr. Kenneth Kaunda führten zur Demontage bedeutender Verarbeitungsstätten. Sichergestellt wurden 25 Säcke mit goldhaltigem Material, Stahlkugeln, ein Abbauhammer, zwei Generatoren, Ketten sowie illegale Glücksspielautomaten. 19 Verdächtige wurden wegen Verstößen gegen das Einwanderungsgesetz festgenommen, Alkohol aus illegalem Handel wurde ebenfalls beschlagnahmt.

Operation PROSPER soll fortgesetzt werden

Die gemeinsamen Sicherheitskräfte bekräftigten, dass die Operation PROSPER weitergeführt wird. Ziel ist es, Netzwerke des illegalen Bergbaus systematisch zu zerschlagen und die betroffenen Gebiete im ganzen Land zurückzugewinnen. Neben den Bergbauprovinzen wurden gleichzeitig auch Brennpunkte der Bandengewalt im Western Cape, in Gauteng und im Eastern Cape ins Visier genommen.

Für die südafrikanische Minenindustrie, die zu den bedeutendsten Goldproduzenten der Welt zählt, ist illegaler Bergbau ein erhebliches wirtschaftliches und sicherheitspolitisches Problem. Organisierte Syndikate verursachen nicht nur massive Schäden an der Infrastruktur, sondern gefährden auch Menschenleben – sowohl der illegalen Bergleute selbst als auch der regulären Belegschaft und der Bevölkerung in Bergbauregionen.

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