ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ölpreise und Renditen belasten Märkte vor Berichtssaison

Steigende Ölpreise durch Nahost-Konflikt und höhere Anleiherenditen trüben die Stimmung an den globalen Aktienmärkten.

Ölpreise und Renditen belasten Märkte vor Berichtssaison

Brent-Rohöl ist erstmals seit Anfang Juni über die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Auslöser sind anhaltende US-Militärangriffe auf den Iran – bereits im neunten Tag in Folge – sowie Gegenangriffe des Irans auf Ziele in der gesamten Region. Am Sonntag passierten nur eine Handvoll Schiffe die strategisch wichtige Straße von Hormus, eines soll Berichten zufolge in Brand geraten sein.

Die geopolitische Eskalation trifft die Märkte zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Futures auf US-Staatsanleihen gaben nach, da Anleger die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve neu bewerten. Für die September-Sitzung der Fed wird nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 65 Prozent für eine Zinserhöhung eingepreist.

Renditen über 5 Prozent als Warnsignal für Aktien

Besonders beunruhigend für Anleger ist der Anstieg der Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen über die Marke von 5,0 Prozent. Ein Blick auf die historischen Daten zeigt: In den vergangenen zwei Jahrzehnten verbrachten die Renditen nur wenig Zeit oberhalb dieser Schwelle – und wenn sie es taten, tendierten Aktienkurse zu Verlusten. Für Privatanleger bedeutet dies: Höhere Anleiherenditen machen festverzinsliche Wertpapiere im Vergleich zu Aktien attraktiver und erhöhen den Druck auf Aktienbewertungen.

Diese Gemengelage erhöht die Einsätze für die laufende Berichtssaison erheblich. In dieser Woche legen unter anderem Alphabet, Intel und Tesla ihre Quartalszahlen vor. Die Erwartungen an den Technologiesektor sind extrem hoch – die Ergebnisse müssen wahrhaft außergewöhnlich sein, um nicht mit Kursverlusten abgestraft zu werden.

Ein warnendes Beispiel lieferte der taiwanische Chiphersteller TSMC in der vergangenen Woche: Das Unternehmen übertraf die Prognosen der Analysten deutlich, dennoch gaben seine Aktien um 7 Prozent nach. Dies verdeutlicht, wie hoch die Messlatte für den Technologiesektor derzeit liegt.

Südkoreas Chipmarkt unter starkem Druck

Südkoreas chip-lastiger Aktienmarkt brach im vergangenen Monat um ein Viertel ein, da Privatanleger aus hochgehebelten Positionen gedrängt wurden. Am Montag verlor der Index weitere 3,0 Prozent – ein Rückgang, der jedoch besser ausfiel, als viele Marktteilnehmer befürchtet hatten. In Japan blieb der Nikkei feiertagsbedingt geschlossen, die Futures notierten jedoch höher und weckten Hoffnung auf eine gewisse Stabilisierung. Auch die Futures für den Nasdaq und den S&P 500 zeigten sich angesichts der Flut negativer Nachrichten etwas fester.

EZB-Sitzung am Donnerstag im Fokus

Der jüngste Ölpreisanstieg dürfte der Europäischen Zentralbank Kopfzerbrechen bereiten, die am Donnerstag tagt. Es gilt als wahrscheinlich, dass die EZB die Zinsen nach der Anhebung im Juni bei 2,25 Prozent belassen wird. Das Hauptaugenmerk der Märkte liegt auf dem Ausblick der Währungshüter: Eine weitere Erhöhung auf der September-Sitzung sowie Zinsen von 2,75 Prozent Anfang nächsten Jahres sind von den Märkten bereits fast vollständig eingepreist.

Das britische Pfund Sterling hielt sich bei 1,3447 US-Dollar. Die Rentenmärkte warten derweil darauf, dass der künftige britische Premierminister Andy Burnham einen neuen Schatzkanzler benennt. Als bevorzugte Kandidatin des Marktes gilt Shabana Mahmood vor Ed Miliband.

Als wichtige Datenpunkte für den Montag stehen der kanadische Verbraucherpreisindex für Juni sowie der US-Frühindikator für Juni auf der Agenda. Beide Veröffentlichungen könnten die Erwartungen an die weitere Geldpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks beeinflussen.

ÖlpreisUs-Staatsanleihen RenditenFederal Reserve ZinserhöhungEzb ZinsentscheidungBerichtssaison TechnologieTsmc AktieNahost-Konflikt MärkteBrent Rohöl

Disclaimer