Military Metals startet Bohrprogramm auf Antimon-Gold-Projekt West Gore
Das kanadische Explorationsunternehmen beginnt mindestens sieben Diamantkernbohrungen auf seinem historischen Antimon-Gold-Projekt in Nova Scotia.

Military Metals Corp. (CSE: MILI, OTCQB: MILIF, FSE: QN90) hat den Start einer Diamantkernbohrkampagne auf seinem zu 100 Prozent unternehmenseigenen Antimon-Gold-Projekt West Gore in Nova Scotia, Kanada, bekannt gegeben. Das Programm begann in der Woche des 13. Juli 2026 und umfasst mindestens sieben Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 1.750 Metern. Das Unternehmen verfolgt damit zwei klar definierte Zielgebiete auf dem historisch bedeutsamen Areal.
Konkret sind drei Bohrungen geplant, um die neigungsabwärts verlaufende Erweiterung der ehemals produzierenden Lagerstätte unterhalb der historischen Grubenbaue zu erkunden. Vier weitere Bohrungen sollen die Tiefenerweiterung des historisch abgebauten Vorkommens der sogenannten Brook-Ader sowie die Kontinuität eines bedeutenden historischen Bohrabschnitts untersuchen. CEO Scott Eldridge betonte, dass kein früherer Betreiber ein so ambitioniertes Programm zur Prüfung der Tiefenkontinuität der Lagerstätte unternommen habe.
„West Gore ist ein unterexploriertes Asset mit begrenzten Bohraktivitäten seit der Einstellung des Bergbaubetriebs Anfang des 20. Jahrhunderts", erklärte Eldridge. „Unsere ersten Erkundungen haben überzeugende Bohrziele hervorgebracht, auf deren Erprobung wir sehr gespannt sind." Besonders die Brook-Ader stellt laut Eldridge ein zusätzliches Ziel mit bedeutenden historischen Ergebnissen dar – darunter ein historisches Bohrloch, das 10,27 Prozent Antimon über 2,3 Meter durchteufte.
Historische Bedeutung und strategische Relevanz
Das Projekt West Gore blickt auf eine bemerkenswerte Geschichte zurück. Während des Ersten Weltkriegs war die Mine ein wichtiger Antimonproduzent und leistete einen wesentlichen Beitrag zu den Kriegsanstrengungen der Alliierten. Die historische Produktion aus dem Distrikt wird auf rund 7.761 Tonnen Antimonkonzentrat mit einem Gehalt von 46 Prozent Antimon sowie 7.149 Unzen Gold geschätzt. Der kommerzielle Bergbau fand zwischen 1883 und 1917 statt, bevor er eingestellt wurde – unter anderem, weil eine Schiffsladung Antimonkonzentrat auf dem Weg zur Verarbeitung nach Wales torpediert wurde und sank, was die Bergbaugesellschaft in den Konkurs trieb.
Das Projekt liegt im sogenannten Meguma-Goldgürtel und besteht aus einer ehemals produzierenden Untertagebau-Mine sowie dem Brook-Ader-Vorkommen. Die Mineralisierung tritt in Form von Stibnit, gediegenem Antimon, Aurostibnit sowie Antimon-Gold-Legierungen und -Oxiden auf. Abgesehen von geringfügigen Explorationsarbeiten in den 1960er-, 1980er- und 2010er-Jahren blieb das System nach dem Ersten Weltkrieg weitgehend unerforscht.
Antimon als kritisches Mineral im Fokus
Eldridge verwies zudem auf die wachsende geopolitische Bedeutung des Rohstoffs: „Antimon wird von der kanadischen Regierung als kritisches Mineral eingestuft, das für die nationale Sicherheit, die Verteidigung und saubere Technologien unerlässlich ist." Auch die Provinz Nova Scotia erkennt Antimon im Rahmen ihrer Rohstoffstrategie als kritisches Mineral an. Das Projekt West Gore gilt dabei als eine der bedeutendsten ehemals produzierenden Antimonlagerstätten in der kanadischen Geschichte.
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Zur AktienanalyseAntimon findet weltweit Verwendung in Flammschutzmitteln, Batterien, Halbleitern und militärischen Anwendungen. Die zunehmende Nachfrage aus dem Verteidigungs- und Technologiesektor hat das Interesse an heimischen Antimonvorkommen in westlichen Ländern zuletzt deutlich gesteigert. Für deutsche Anleger ist dies relevant, da Europa ebenfalls stark von Antimonimporten abhängig ist und westliche Explorationsunternehmen wie Military Metals von dieser Versorgungslücke profitieren könnten.
Der technische Inhalt der Mitteilung wurde von David Murray, P.Geo, VP-Exploration von Military Metals und qualifizierter Person im Sinne des National Instrument 43-101, geprüft und genehmigt. Murray hat die historischen Bohrergebnisse anhand der ursprünglichen Analysezertifikate und Bohrprotokolle aus dem Bewertungsbericht von Durham Resources aus dem Jahr 1987 persönlich verifiziert. Military Metals Corp. ist ein in British Columbia ansässiges Mineralexplorationsunternehmen mit Fokus auf den Erwerb, die Exploration und die Erschließung von Antimon-Mineralgrundstücken.


