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Mais-Futures steigen: Wetterrisiken und Nahost-Spannungen treiben Preise

Heiße, trockene Bedingungen im US-Corn Belt und ein Ölpreissprung von über 8% beflügeln die Mais-Futures an der CBOT.

Mais-Futures steigen: Wetterrisiken und Nahost-Spannungen treiben Preise

Die Mais-Futures an der Chicago Board of Trade (CBOT) haben am Montag fester geschlossen. Das Tageshoch markierte dabei den höchsten Stand seit mehr als einem Monat – angetrieben von ungünstigen Wetterprognosen für die USA und neu entfachten Spannungen im Nahen Osten.

Der September-Maiskontrakt legte um 1-1/2 Cent auf 4,41 US-Dollar pro Scheffel zu. Der Dezember-Kontrakt für die neue Ernte gewann 2-1/4 Cent und schloss bei 4,63-1/4 US-Dollar pro Scheffel. Im Handelsverlauf erreichte er mit 4,69-1/2 US-Dollar den höchsten Stand seit dem 2. Juni.

Kritische Wetterphase im US-Corn Belt

Wetterprognosen kündigen für diese Woche heiße und überwiegend trockene Bedingungen für die westliche Hälfte des US-Maisgürtels an. Dieses belastende Muster könnte sich potenziell bis in die nächste Woche ausdehnen. Für Maisbauern ist das eine besonders heikle Nachricht: Der Juli gilt als kritischer Monat für die Kultur, da in diesem Zeitraum ein Großteil der Bestände bestäubt wird – eine entscheidende Phase für die Ertragsbildung.

Hitze und Trockenheit während der Bestäubungsphase können die Ernteerträge erheblich beeinträchtigen. Marktbeobachter verfolgen die Wetterentwicklung im Corn Belt daher in diesen Wochen besonders aufmerksam, da selbst kurzfristige Extremwetterphasen spürbare Auswirkungen auf die Endproduktion haben können.

Ölpreissprung befeuert Agrarrohstoffe zusätzlich

Zusätzliche Unterstützung kam von den Energiemärkten: Rohöl verteuerte sich um mehr als 8%, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, die USA würden eine Seeblockade gegen den Iran wieder einführen. Dieser Schritt schürte Sorgen über mögliche Unterbrechungen der Energielieferungen durch die strategisch wichtige Straße von Hormus.

Der Zusammenhang zwischen Öl- und Agrarmärkten ist dabei kein Zufall: Mais und Sojabohnen dienen als Rohstoffe für die Biokraftstoffproduktion. Steigt der Ölpreis, wächst die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen wie Ethanol aus Mais, was die Preise für den Agrarrohstoff zusätzlich stützt. Dieser Mechanismus sorgt dafür, dass Entwicklungen an den Energiemärkten regelmäßig auf die Getreidebörsen ausstrahlen.

Für deutsche Anleger und Beobachter der Agrarmärkte bleibt die Kombination aus Wetterrisiken in den USA und geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten ein wichtiger Faktor für die weitere Preisentwicklung bei Mais. Beide Treiber könnten in den kommenden Wochen weiter an Bedeutung gewinnen – insbesondere, sollte sich die Trockenheit im Corn Belt festigen oder die Lage rund um die Straße von Hormus weiter eskalieren.

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