Luftfahrtaktien unter Druck: Ölpreisanstieg nach US-Iran-Eskalation
Steigende Ölpreise nach militärischer Eskalation zwischen den USA und dem Iran belasten europäische Fluggesellschaften mit deutlichen Kursverlusten.

Europäische Luftfahrtaktien stehen am Montag unter starkem Verkaufsdruck. Auslöser ist ein Anstieg der Ölpreise infolge einer Eskalation der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran am Wochenende. Da Treibstoff zu den größten Kostenpositionen von Fluggesellschaften zählt, reagieren Anleger auf steigende Ölpreise besonders sensibel.
Die Verluste verteilen sich breit über die gesamte Branche. Lufthansa verliert 1,8 %, Air France-KLM gibt 3,1 % nach und die International Consolidated Airlines Group (IAG) büßt 2,1 % ein. Wizz Air fällt um 3,0 %, Jet2 um 2,1 % und TUI um 1,5 %. EasyJet verliert 0,5 %.
Ryanair mit besonders starkem Kurseinbruch
Den stärksten Rückgang verzeichnet Ryanair mit einem Minus von 7,2 %. Die in Dublin gelistete Fluggesellschaft meldete am Montag zusätzlich einen Rückgang des Nettogewinns im ersten Quartal. Als Ursachen nannte das Unternehmen niedrigere Flugpreise sowie Gegenwind bei den Treibstoffkosten infolge des Konflikts im Nahen Osten. Damit treffen Ryanair gleich zwei negative Faktoren gleichzeitig: operative Ergebnisschwäche und ein verschlechtertes makroökonomisches Umfeld.
Der Konflikt im Nahen Osten wirkt sich damit unmittelbar auf die Ertragslage europäischer Fluggesellschaften aus. Höhere Kerosinpreise fressen Margen, die ohnehin durch den Wettbewerbsdruck auf die Ticketpreise unter Druck stehen. Für Privatanleger verdeutlicht die aktuelle Situation, wie stark der Sektor von geopolitischen Entwicklungen abhängig ist.
Auch britische Hausbauer unter Druck
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Zur AktienanalyseParallel zu den Luftfahrtwerten geraten auch britische Hausbauunternehmen unter Druck. Laut einem Bericht von Rightmove sind die durchschnittlichen Immobilienpreise in Großbritannien im Juli im Monatsvergleich um 1,0 % und im Jahresvergleich um 0,4 % gesunken.
Die Analysten Anthony Codling und Oliver Dyson von RBC Capital Markets erklären den Rückgang mit einem wachsenden Überangebot: „In einem Markt, in dem mehr als ein Drittel der Neulistungen keinen Käufer findet, steigt das effektive Angebot an unverkauften Beständen, was der Haupttreiber für die im Juni und Juli beobachteten Preisrückgänge ist." Crest Nicholson verliert 3,5 %, Taylor Wimpey gibt 2,4 % nach und Vistry fällt um 2,2 %.


