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Intuitive Surgical Aktie bricht nach verhaltener Prognose um 14% ein

Trotz starker Q2-Zahlen enttäuschte der Roboterchirurgie-Spezialist mit seiner unveränderten Jahresprognose für da-Vinci-Eingriffe.

Intuitive Surgical Aktie bricht nach verhaltener Prognose um 14% ein

Die Aktie von Intuitive Surgical (ISRG) hat am Freitag einen massiven Kurseinbruch von 14% erlitten und damit die Verliererlisten im S&P 500 sowie im Nasdaq 100 angeführt. Der Kurs fiel auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2024. Mit diesem Rückgang haben die Titel des Roboterchirurgie-Spezialisten seit Jahresbeginn fast 40% ihres Wertes verloren.

Auslöser des Ausverkaufs war nicht etwa ein schwaches Quartalsergebnis, sondern die ausbleibende Anhebung der Jahresprognose. Anleger reagierten enttäuscht darauf, dass das in Sunnyvale, Kalifornien, ansässige Unternehmen seine Wachstumsprognose für Eingriffe mit dem da-Vinci-Chirurgiesystem unverändert ließ – obwohl die Quartalszahlen die Erwartungen der Wall Street deutlich übertrafen.

Starke Q2-Zahlen reichten nicht aus

Für das zweite Quartal meldete Intuitive Surgical einen bereinigten Gewinn von 2,80 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19% auf 2,89 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Schätzungen der Analysten deutlich. Trotz dieser soliden Ergebnisse blieb die entscheidende Frage für Investoren unbeantwortet: Wann hebt das Unternehmen seine Prognose an?

Das Unternehmen beließ seine Prognose für das weltweite Wachstum der da-Vinci-Eingriffe für das Gesamtjahr bei rund 13,5% bis 15,5%. Zudem merkte Intuitive an, dass es „erwartet, näher am Mittelpunkt dieser Spanne zu liegen" – eine Formulierung, die Analysten als Signal für eine bevorstehende Wachstumsverlangsamung werteten. Tatsächlich stieg die Anzahl der da-Vinci-Eingriffe im zweiten Quartal um 15%, nachdem sie im ersten Quartal noch um 17% zugelegt hatte.

Analysten sehen weiterhin Potenzial, warnen aber vor Gegenwind

Die Analysten von William Blair kommentierten die Situation in einer Mitteilung an Kunden: „Angesichts einer Premium-Bewertung im Medizintechniksektor bleiben die Erwartungen an Intuitive hoch, sodass eine bestätigte Prognose für die Eingriffe nicht für ein ‚Beat-and-Raise'-Szenario ausreichte." William Blair behält dennoch die Einstufung „Outperform" für die Aktie bei.

Die Analysten wiesen jedoch auf mehrere Gegenwinde hin, die das Unternehmen belasten könnten. Dazu zählen der zunehmende Wettbewerb in China sowie sinkende Fallzahlen aufgrund geringerer Anmeldungen im Rahmen des Affordable Care Act (ACA) in den USA. Beide Faktoren könnten das künftige Wachstum des Unternehmens bremsen.

Trotz des heftigen Kursrückgangs sehen viele Marktbeobachter bei der Aktie erhebliches Erholungspotenzial. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten, die Intuitive Surgical beobachten, liegt laut dem Datenanbieter Visible Alpha bei 509 US-Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von fast 50% gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag – ein deutliches Zeichen dafür, dass die langfristige Investmentstory des Roboterchirurgie-Pioniers von der Mehrheit der Experten weiterhin intakt gesehen wird.

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