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Fast 3.000 Websites wegen illegaler WM-Streams abgeschaltet

US-Behörden und südamerikanische Partner gehen massiv gegen illegales Streaming der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 vor.

Fast 3.000 Websites wegen illegaler WM-Streams abgeschaltet

Fast 3.000 Websites wurden wegen illegalen Streamings von Weltmeisterschaftsspielen gesperrt oder beschlagnahmt. Das US-Justizministerium (DOJ) gab bekannt, dass allein in den USA während des Turniers mehr als 1.000 Domains abgeschaltet wurden. Eine ähnliche Anzahl von Websites wurde in Kolumbien gesperrt.

Die Maßnahmen erfolgten im Rahmen zweier koordinierter Ermittlungsoperationen mit den Namen „Operation Offsides" und „Operation Red Card". Strafverfolgungsbehörden in den USA und in ganz Südamerika führten diese Aktionen gemeinsam durch. Das US-Justizministerium hatte bereits Ende des vergangenen Monats die Abschaltung von 400 Webseiten wegen illegalen WM-Streamings bekanntgegeben – seither wurden hunderte weitere vom Netz genommen.

Behörden: Illegales Streaming befeuert kriminelle Organisationen

Ivan J. Arvelo, Direktor des National Intellectual Property Rights Coordination Center (NIPRCC), betonte, dass die unbefugte Übertragung von WM-Spielen gegen geistige Eigentumsrechte verstoße und „kriminelle Organisationen befeuere". Die Durchsetzung der Maßnahmen wurde weitgehend von der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (Immigration and Customs Enforcement, ICE) überwacht, der auch das NIPRCC angehört.

Der stellvertretende US-Generalstaatsanwalt A. Tysen Duva unterstrich die Bedeutung der Aktion: „Die kontinuierlichen Bemühungen zur Beschlagnahmung von mehr als tausend Domains, die dem illegalen Streaming der Weltmeisterschaft gewidmet sind, bestätigen das Engagement der Regierung für geistige Eigentumsrechte und den Erfolg der FIFA-Weltmeisterschaft 2026."

Milliardenschäden durch Piraterie im Fußball

Das illegale Streaming von Sportveranstaltungen erfolgt häufig über Webseiten, die eigens für ein bestimmtes Ereignis erstellt werden. Unternehmen und Rundfunkanstalten schätzen, dass diese Aktivitäten sie jährlich Milliarden von US-Dollar kosten. Aufgrund seiner weltweiten Popularität wird Fußball laut Analysten in einem „industriellen Ausmaß" raubkopiert.

Die steigenden Kosten für Rechteverträge bei Fußballspielen haben zu höheren Preisen für die Fans geführt, insbesondere wenn diese sich dafür entscheiden, mehrere Streaming-Dienste zu abonnieren, um die Spiele ihrer Mannschaft verfolgen zu können. Genau dieser finanzielle Druck veranlasst einen Teil der Fans, auf illegale Streams auszuweichen. Für die Rechteinhaber und Sender entsteht dadurch ein Teufelskreis aus steigenden Kosten und wachsender Piraterie.

Für deutsche Fußballfans ist das Thema ebenfalls relevant: Auch hierzulande sind die Kosten für Sportstreaming-Abonnements in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, was die Attraktivität illegaler Alternativen erhöht. Die internationale Koordination der Behörden zeigt jedoch, dass Piraterie-Plattformen zunehmend unter Druck geraten – unabhängig davon, in welchem Land sie betrieben werden.

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