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Cannabis-Firmen spenden 11,5 Millionen Dollar an Trump-nahes PAC

Neue FEC-Unterlagen enthüllen massive Spenden der US-Cannabisbranche an ein politisches Komitee mit Verbindungen zu Trumps Super-PAC.

Cannabis-Firmen spenden 11,5 Millionen Dollar an Trump-nahes PAC

Mehrere der größten US-Marihuanaunternehmen haben im vergangenen Monat gemeinsam 11,5 Millionen Dollar an ein landwirtschaftlich orientiertes politisches Komitee gespendet. Das geht aus neuen Unterlagen der Federal Election Commission (FEC) hervor. Das Komitee teilt denselben Schatzmeister wie das Super-PAC von Präsident Donald Trump – ein bemerkenswerter Schritt der Branche in Richtung politischer Einflussnahme.

Die Spenden fallen in eine entscheidende Phase der US-Cannabispolitik. Die Drug Enforcement Administration (DEA) hat gerade eine mehrtägige Anhörung zum Vorschlag der Trump-Administration zur Neueinstufung von Marihuana abgeschlossen. Ein Behördenrichter erließ anschließend eine Verfügung, die die nächsten Schritte und den Zeitplan für die Einreichung von Schriftsätzen nach der Anhörung festlegt.

Klage gegen Neueinstufung eingereicht

Gleichzeitig versuchen Gegner der Reform, den Prozess juristisch zu stoppen. Die Drogentest-Industrie und ein Pharmaunternehmen fordern ein Bundesgericht auf, die geplante Neueinstufung von Cannabis zu blockieren. Sie argumentieren, dies werde den „Marihuana-Missbrauch erhöhen" – und weisen die Kritik der Regierung zurück, sie hätten „finanzielle Eigeninteressen" an der Ablehnung der Reform.

Auf Bundesebene sorgte auch eine Aussage von Sara Carter, Direktorin des White House Office of National Drug Control Policy, für Aufsehen. Sie bezeichnete ein Ende des Krieges gegen Drogen als „Katastrophe" und warnte, dies wäre „der Anfang vom Ende des amerikanischen Volkes". Demgegenüber steht die Food and Drug Administration (FDA), die eine neue Richtlinie und ein Memorandum of Understanding mit dem Veteranenministerium zur Entwicklung psychedelischer Medikamente ankündigte – mit dem Ziel, Veteranen mit PTBS neue Behandlungsoptionen zu eröffnen.

Hanf-Streit in mehreren Bundesstaaten

Auch auf Ebene der Bundesstaaten spitzt sich die Lage zu. Ein Bundesrichter erließ eine einstweilige Verfügung gegen die Durchsetzung von Ohios Beschränkungen für Hanf-THC-Produkte gegen zehn spezifische Unternehmen, während der Rechtsstreit weiterläuft. Missouri sieht sich einer Bundesklage wegen eines geplanten Verbots von Hanf-THC-Produkten gegenüber, das noch in diesem Jahr in Kraft treten soll.

Hanfunternehmen in Florida zeigen sich besorgt über die mögliche bundesweite Rekriminalisierung von Hanf-THC-Produkten im weiteren Jahresverlauf. Einige Branchenvertreter setzen jedoch darauf, dass die Trump-Administration den Kongress zu einem Kurswechsel bewegen könnte.

Neue Studie: Musik verstärkt Cannabis-Wirkung

Abseits der politischen Debatten liefert eine neue staatlich geförderte Studie interessante Erkenntnisse: Die Kombination von Musik und Marihuana „trägt typischerweise dazu bei, Angst und Wut zu reduzieren, während Gefühle von Glück, Lebhaftigkeit, Entspannung und Nostalgie verstärkt werden". Die Studienteilnehmer berichteten zudem häufig, Cannabis als Ersatz für pharmazeutische Behandlungen von Schmerzen, Angstzuständen und Schlafstörungen zu nutzen – wobei Musik diese therapeutischen Wirkungen weiter verstärkte.

Aus der Wissenschaft kommen weitere bemerkenswerte Befunde: Eine Übersichtsarbeit kam zu dem Schluss, dass CBD angstähnliche und depressive Verhaltensweisen reduziert und die kognitive Leistung in präklinischen Modellen verbessert. Eine weitere Übersichtsarbeit bescheinigte Psychedelika ein „signifikantes Potenzial" bei behandlungsresistenter Depression mit überlegenen Mechanismen gegenüber herkömmlichen Antidepressiva.

Deutschland genehmigt Forschungsprojekte

Auch für deutsche Leser gibt es eine relevante Meldung: Deutsche Behörden haben vier Marihuana-Forschungsprojekte genehmigt. Deutschland hatte Ende 2024 die Teil-Legalisierung von Cannabis eingeführt und treibt nun die wissenschaftliche Erforschung weiter voran.

Aus der Wirtschaft ist zudem zu vermelden, dass Apotheken in Arkansas in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres medizinische Cannabisprodukte im Wert von 140,3 Millionen Dollar verkauften. Die Securities and Exchange Commission (SEC) erwirkte unterdessen ein Urteil gegen American Patriot Brands, Inc. sowie deren Führungskräfte und Tochtergesellschaften wegen Betrugsvorwürfen.

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