Bitcoin klettert auf Zwei-Wochen-Hoch trotz anhaltender Iran-Spannungen
Bitcoin steigt um 2,6 % auf fast 66.000 US-Dollar, während ETF-Zuflüsse institutionelle Nachfrage signalisieren und geopolitische Risiken bremsen.

Bitcoin hat am Dienstag seine jüngste Erholung fortgesetzt und ein Zwei-Wochen-Hoch von 65.755,40 US-Dollar erreicht. Der Kursanstieg von 2,6 % wurde maßgeblich durch wiederkehrende Zuflüsse in börsengehandelte Bitcoin-ETFs gestützt, die auf eine Rückkehr institutioneller Anleger hindeuten. Dennoch begrenzten die anhaltenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Kursgewinne im gesamten Kryptomarkt.
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zwei Wochen in Folge positive Mittelzuflüsse. Laut Daten des Aggregators SoSoValue beliefen sich die Zuflüsse in den vergangenen zwei Wochen auf 75,7 Millionen bzw. 197,4 Millionen US-Dollar. Offenbar nutzten institutionelle Anleger die vorangegangenen starken Kursverluste für gezielte Käufe zu günstigeren Einstiegskursen.
Ein weiterer Faktor für die Erholung war die erhöhte Volatilität bei KI-Aktien, insbesondere bei Chip-Werten, die zuletzt herbe Verluste hinnehmen mussten. Dies löste Umschichtungen zurück in Krypto-Assets aus und unterstützte die Nachfrage nach Bitcoin und anderen digitalen Währungen.
Geopolitische Lage belastet den Kryptomarkt
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran belastet die Märkte weiterhin erheblich. Am Montag lieferten sich beide Seiten bereits den zehnten Tag in Folge Vergeltungsschläge. Washington weitete den Umfang seiner Angriffe nach dem Tod von drei US-Soldaten am Wochenende offenbar aus. Der Iran hielt die strategisch wichtige Straße von Hormus geschlossen, während die USA ihre Seeblockade gegen den Iran aufrechterhielten und gleichzeitig Luftangriffe flogen.
Etwas Hoffnung auf eine Deeskalation keimte in dieser Woche auf, nachdem Berichte über einen neuen Friedensvorschlag regionaler Mediatoren an den Iran bekannt wurden. Sowohl iranische als auch US-amerikanische Beamte äußerten sich vorsichtig optimistisch über eine mögliche Rückkehr zu Friedensverhandlungen. Dennoch zeigte der Konflikt kaum Anzeichen für ein baldiges Ende: Die vom Iran unterstützte jemenitische Huthi-Gruppe drohte, eine neue Front durch eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien zu eröffnen.
Positiv zu vermerken ist, dass die Ölpreise am Dienstag von ihren Fünf-Wochen-Hochs zurückfielen. Dies trug dazu bei, Sorgen über einen energiegetriebenen Inflationsschub etwas zu dämpfen – ein Faktor, der für Risikoanlagen wie Kryptowährungen grundsätzlich entlastend wirkt.
Gesamter Kryptomarkt legt zu
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Zur AktienanalyseIm Sog der Bitcoin-Gewinne erholten sich auch die übrigen Kryptowährungen. Ether, die weltweit zweitgrößte Kryptowährung, stieg um 4,6 % auf 1.934,71 US-Dollar. XRP legte ebenfalls um 4,6 % zu, während Solana um 3,9 % zulegte. Besonders stark präsentierte sich Cardano mit einem Plus von 9,2 %. BNB gewann 2,1 % hinzu, und die Memecoins Dogecoin sowie $TRUMP stiegen um jeweils 2,5 %.
Trotz der aktuellen Erholung verzeichnet der Kryptosektor im bisherigen Jahresverlauf 2026 noch immer tiefe Verluste. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, regulatorischen Fragen und der allgemeinen Risikoaversion der Anleger hat den Markt in den vergangenen Wochen stark belastet. Die jüngsten ETF-Zuflüsse und die Kursgewinne könnten jedoch ein erstes Signal für eine stabilere Bodenbildung sein.


