Alphamin hebt EBITDA-Prognose an – Zinnproduktion bleibt auf Kurs
Der Zinnproduzent Alphamin Resources erwartet für Q2 ein EBITDA von 167 Mio. USD – ein Plus von 6% gegenüber dem Vorquartal.

Alphamin Resources, das an der TSX-V und JSE notierte Zinnbergbauunternehmen, hat seine EBITDA-Prognose für das zweite Quartal 2025 angehoben. Das Unternehmen erwartet ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 167 Millionen US-Dollar – ein Anstieg von 6% gegenüber dem Vorquartal. Treiber dieser Entwicklung ist ein gestiegener Zinnpreis.
Der durchschnittliche Zinnpreis lag im zweiten Quartal bei 51.957 US-Dollar pro Tonne, verglichen mit 49.278 US-Dollar pro Tonne im ersten Quartal – ein Anstieg von rund 5%. Zinn ist ein strategisch wichtiges Industriemetall, das unter anderem in der Elektronikindustrie und bei der Herstellung von Lötmitteln eingesetzt wird. Alphamin betreibt seine Zinnmine im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo (DRC).
Produktion stabil, Ausbeute leicht rückläufig
Im zweiten Quartal produzierte Alphamin 5.013 Tonnen Zinn und verkaufte 5.014 Tonnen. Im Vorquartal lagen Produktion und Verkäufe bei 5.026 bzw. 5.016 Tonnen. Die Produktion bleibt damit weiterhin auf Kurs zur angestrebten Jahresprognose von 20.000 Tonnen.
Allerdings sank die Verarbeitungsausbeute leicht von 74,2% im ersten Quartal auf 72,8% im zweiten Quartal – ein Rückgang von 2%. Alphamin führt dies auf überdurchschnittlich hohe Anteile an Metallsulfiden im aktuellen Abbaugebiet zurück. Diese führten dazu, dass übermäßiges Material mit einer Dichte nahe dem Zielwert die Effizienz des Schwerkraftkreislaufs beeinträchtigte.
Die nachhaltigen Gesamtkosten (All-in Sustaining Costs, AISC) für das zweite Quartal werden auf 19.043 US-Dollar pro Tonne geschätzt. Das entspricht einem Anstieg von 6% gegenüber den 17.968 US-Dollar pro Tonne im ersten Quartal. Als Ursachen nennt das Unternehmen gestiegene Lizenzgebühren, Exportzölle, Marketingprovisionen sowie höhere Kraftstoffpreise, die sich auf Diesel- und Transportkosten auswirken. Alphamin weist darauf hin, dass die Kraftstoffvorräte voll ausgelastet sind und aufgrund laufender Bestellungen zu erhöhten Preisen auch im dritten Quartal mit anhaltend hohen Kosten gerechnet wird.
Bohrfortschritte in der DRC
Im Bereich Exploration verzeichnete Alphamin im zweiten Quartal Fortschritte an beiden Standorten in der Demokratischen Republik Kongo. In der Zinnmine Mpama North wurden 1.893 Meter gebohrt, wobei drei Löcher fertiggestellt und ein weiteres aufgrund schwieriger Bodenverhältnisse aufgegeben wurde.
Bei der Zinnlagerstätte Mpama South wurden rund 3.653 Meter gebohrt, fünf Löcher fertiggestellt und zwei weitere aufgegeben. Mpama South liegt in derselben Nord-Süd-verlaufenden Scherzone wie Mpama North, etwa 300 Meter südlich davon. Die Bohrungen zielten auf Erweiterungen der definierten Ressource in der Tiefe ab – drei von fünf abgeschlossenen Löchern stießen dabei auf sichtbare Kassiterit-Mineralisierungen.
Sicherheitslage und Ebola-Ausbruch im Blick
CEO Eoin O'Driscoll kommentierte die operative Lage vor Ort: „Im zweiten Quartal wurde in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ein Ebola-Ausbruch ausgerufen. Während mehrere Fälle in Nord-Kivu gemeldet wurden, gab es bisher keine in der Gesundheitszone Walikale, in der die Mine betrieben wird. Das Unternehmen hat verstärkte Hygiene- und Screening-Protokolle eingeführt und erwartet, dass der Betrieb ohne Unterbrechungen fortgesetzt werden kann."
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Zur AktienanalyseDie regionale Sicherheitslage bei Mpama North und South bleibt laut O'Driscoll weitgehend unverändert, der Betrieb läuft normal weiter.
Nettocash-Position nach hohen Ausschüttungen gesunken
Die Nettocash-Position von Alphamin belief sich zum 30. Juni auf 91 Millionen US-Dollar, gegenüber 140 Millionen US-Dollar Ende März. Der Rückgang ist auf Ausschüttungen an die Aktionäre in Höhe von insgesamt 160 Millionen US-Dollar zurückzuführen. Davon entfielen 121 Millionen US-Dollar auf die Aktionäre des Unternehmens, 26 Millionen US-Dollar auf Minderheitsaktionäre der DRC-Tochtergesellschaft sowie 13 Millionen US-Dollar auf Quellensteuern auf Dividenden in der DRC. Hinzu kamen Körperschaftsteuerzahlungen in Höhe von 26 Millionen US-Dollar.
Die ungeprüften konsolidierten Abschlüsse sowie der dazugehörige Lagebericht für die drei und sechs Monate bis zum 30. Juni sollen voraussichtlich am oder um den 31. Juli veröffentlicht werden.


